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Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Mai 2024

Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums vom 14. Mai 2024

Wie wir ja alle schon in den Nachrichten hören konnten, entwickelt sich unsere Wirtschaft besser als prognostiziert. Wir machen zwar keine riesigen Sprünge nach vorne, aber wir bewegen uns nach vorne. 

Auch das Baugewerbe, das ja von vielen Wirtschaftsweisen in den letzten 6 – 12 Monaten als „halb abgestorben“ bezeichnet wurde, hat einen Zuwachs von 3,9 %, auch wenn dies zum Teil auf den milden Winter zurück zu führen sei.

Es ist allerdings lange her, dass wir einen Winter hatten, der dazu geführt hat, dass 3 – 4 Wochen ausgefallen sind auf den Baustellen, weil es zu kalt oder zu nass war oder zu viel Schnee lag. Allzu viel kann der „milde“ Winter deshalb nicht ausgemacht haben.

Mich persönlich freut sehr, dass der Einzelhandel jetzt um 1,8 % zulegen konnte gegenüber dem April, nachdem leider Anfang des Jahres beim Einzelhandel noch deutliche Umsatzeinbußen von 2 – 3 % in Kauf genommen werden mussten.

Trotz der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % für Gas und Strom sind hier die Preise rückläufig. Dies ist für uns alle gut und natürlich auch für unsere Wirtschaft.

Sehr erfreulich ist auch, dass die Inflationsrate jetzt bei 2,2 % liegt, das war das Ziel der europäischen Zentralbank, wieder nachhaltig unter 2,5 % zu kommen. Dies scheint nun erreicht, weshalb wir alle wohl davon ausgehen können, dass Frau Lagarde von der EZB uns im Juni 2024 mitteilen wird, dass die europäische Zentralbank die erste leichte Zinssenkung beschlossen hat.

Wie schnell dann weitere Zinssenkungen kommen, kann sicher niemand voraussehen. Wenn die Inflationsrate niedrig bleibt, wird die europäische Zentralbank die Wirtschaft weiter beleben durch sinkende Leitzinsen.

Schade, dass die Arbeitslosenzahlen nicht schon wieder so gut sind, wie sie vor einigen Monaten noch waren, aber die Abweichung in die falsche Richtung ist nicht wirklich groß, deshalb gibt es keinen Grund für Pessimismus.

Es ist höchst interessant zu lesen, dass das statistische Bundesamt sagt, die positiven Impulse des 1. Quartals 2024 stammten im Wesentlichen aus dem Bausektor. Das ist natürlich für Bauconcept und seine Kunden ganz wichtig, auch wenn wir als „Baubranche“ selbst nicht so groß sind wie andere Wirtschaftszweige in Deutschland mit rund einer Million Beschäftigten.

Erfreulich ist, dass die Wirtschaftsweisen davon ausgehen, dass im 2. Halbjahr 2024 die Arbeitsmarktzahlen sich wieder deutlich verbessern werden. 

Die außenwirtschaftliche Aktivität ist weiter im Aufwärtstrend. Das ist besonders für Deutschland wichtig, da wir ja ganz entscheidend von unseren Exporten leben.


Das mit dem Containerumschlagindex habe ich nicht wirklich verstanden, aber er zeigt wohl wieder nach oben, obwohl in China derzeit der Containerumschlagindex sich nicht erhöht.

Auch im produzierenden Gewerbe kann jetzt wieder positiv nach vorne geschaut werden. Die Zahlen verbessern sich, wenn auch nicht so deutlich wie gewünscht, aber sie verbessern sich. Das ist das, worauf es derzeit wirklich ankommt.

Wie eingangs schon erwähnt freut es mich sehr, dass es im Einzelhandel eine Stimmungsaufhellung gibt. Wir brauchen einen lebendigen Einzelhandel in jedem Ort und in jeder Stadt, um unsere Ortskerne und Innenstädte attraktiv zu halten und auch älteren Menschen zu ermöglichen, ihre Einkäufe zu machen ohne öffentliche Verkehrsmittel oder einen PKW nutzen zu müssen, sondern dies zu Fuß erledigen zu können. Auch junge Leute halten sich gerne innerörtlich auf, wenn dort das Umfeld attraktiv ist, insbesondere durch den Einzelhandel.

Wer hätte vor einem Jahr noch gedacht, dass die Energiepreise so stark fallen, dass sogar die Inflationsrate wesentlich zurück geht. Wir alle hatten ja vermutet, dass es mit den Energiepreisen noch „gewaltig“ nach oben geht. Es ist sehr erfreulich, dass der Trend genau umgekehrt ist. Wie am 23. Mai 2024 in den Nachrichten zu hören war, haben wir es nun in Europa geschafft, vollständig von russischem Gas unabhängig zu sein.

Auch für junge Familien, die mit Bauconcept ein Haus bauen wollen, verbessert sich die Lage, obwohl langfristige Baudarlehen nicht direkt am EZB-Zins „hängen“ sondern von Hypotheken- und Pfandbriefbanken vergeben werden, aber in aller Regel ist es so, dass fallende Leitzinsen auch zu einer Reduzierung der Zinsen für Baudarlehen führen. 

Alle Leute, mit denen wir sprechen und die sich in Sachen Baufinanzierung auskennen gehen davon aus, dass noch im Juni langfristige Baudarlehen knapp unter 3,0 % liegen könnten statt bei 3,3 % bis 3,5 % wie derzeit und im Herbst eventuell bei 2,6 % - 2,7 %.

Wir können allen bauwilligen Familien nur empfehlen, die Bau-Entscheidung jetzt zu treffen und das Darlehen dann im Juni oder Juli abzuschließen. Zurzeit gibt es noch die höchst interessanten Förderkredite der KfW, z. B. 220.000 Euro zu einem festen Zinssatz von 0,6 % – 0,7 % für ein nachhaltig gebautes Effizienzhaus 40 von Bauconcept, das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Ich glaube nicht, dass eine solche lukrative Förderung in 2025 wegen fehlenden Haushaltsmitteln noch angeboten werden kann. 

Bleiben Sie gesund.

Gärtringen, den 22. Mai 2024

Bernd Geisel, Bauconcept Projektentwicklung GmbH

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