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Pressemitteilung zur Interhyp-Leistbarkeitsstudie vom 10. Juni 2026
Die Interhyp, als größte Hypothekenbank in Deutschland, lässt regelmäßig Studien zu verschiedenen Themen ausarbeiten. Dieses Mal zum Thema „Wie schätzen potentielle Käufer eine Immobilie ein, ob sie sich diese leisten können oder nicht“, dabei wird unterschieden in Käufer die schon eine Immobilie vor Kurzem erworben haben, d. h. deren Beurteilung und eine Auswertung auch derjenigen die sich intensiv Gedanken machen ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu bauen.
Dass die Baupreise trotz einer stagnierenden Wirtschaft steigen ist schon lange so, exorbitante Preissteigerungen, veranlasst durch Corona und den Ukrainekrieg sind aber nicht mehr zu erwarten, wobei selbstverständlich der Krieg im Iran zu einer deutlichen Steigerung der Preise sorgt, schon allein der Transport von Baumaterial auf die Baustellen ist erheblich teurer, da dieselbetriebene LKWs, die in der Regel 500 PS haben und 40 Tonnen Gesamtgewicht, einen hohen Spritverbrauch haben.
Viele unserer Baumaterialien sind aus Rohöl gemacht, wie z. B. Wärmedämmung, Dachabdichtungsbahnen, Kellergeschossabdichtungen, werden ebenfalls aus Rohöl gemacht und sind deshalb im Preis hoch, teilweise um über 30 %, deshalb – hier unsere Prognose – wie sich die Baupreise in den nächsten 1, 2 Jahren entwickeln: Wir haben bisher mit rund 3,5 % gerechnet, aufgrund der o. g. Umstände eher mit 5, wenn nicht gar 6 % im Jahr.
Dadurch bekommt die eine oder andere Familie den Eindruck, dass die Leistbarkeit des Hauses das gerne gekauft oder gebaut würde, in dem einen oder anderen Fall nicht mehr möglich ist.
Von objektiver Seite betrachtet ist es so, dass die Reallohnsteigerung, die seit Längerem bei 3,5 – 4 % pro Jahr liegt, die höheren Kosten kompensiert, es wird natürlich nicht nur das Bauen teurer, sondern auch Dinge des täglichen Bedarfs, wie Lebensmittel, aber auch die zu bezahlende Miete.
Erfreulich an dieser Studie ist, dass sich auch das bestätigt was ich immer sage und nicht erst seit gestern, der Kauf einer unsanierten Bestandsimmobilie ist ganz schwer in den Griff zu bekommen, d. h. hier wissen Sie nicht wirklich was Sie am Ende tatsächlich für Kosten haben werden durch die Sanierung.
Was unsere Bundesregierung zur Zeit macht ist nicht wirklich dazu geeignet Vertrauen in die Politik wieder zu gewinnen, aber die Politiker werden es hinbekommen müssen. Das Treffen am 10. Juni 2026 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenn Politiker sich mit Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammensetzen, um abzustimmen wie die dringend notwendigen Reformen umgesetzt werden können. Wir brauchen hier Konsens und nicht laufend öffentlich diskutierte Ideen, die mit niemand abgestimmt sind.
Lassen Sie uns alle positiv denken, gehen wir davon aus, dass diejenigen die handeln müssen auch richtig und bald handeln.
Bleiben Sie gesund.
Gärtringen, den 11. Juni 2026
Bernd Geisel
Bauconcept Projektentwicklung GmbH

