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Land rüstet sich für Extremwasserereignisse, das sollten Sie auch tun

Pressemitteilung vom 9. Juni 2026

Dass Starkregenereignisse deutlich zunehmen werden konnten wir schon in vielen Publikationen lesen und hören und sehen in öffentlichen Fernsehprogrammen.

Dass die Erderwärmung vorwiegend Europa trifft mit über 2 bis 3 Grad, wenn der Rest der Welt mit 1,5 Grad gerade noch davonkommen könnte, konnte man auch schon mehrfach lesen.

Jetzt hat das Land Baden-Württemberg erste Maßnahmen ergriffen die helfen sollen Extremwasserereignisse zu verringern.

Ich finde dies eine gute Idee, da diese aber ganz breit umgesetzt werden muss ist jeder von uns gefordert, zumal Starkregenereignisse auch mit einem Wassermangel einhergehen, d. h. wir haben immer weniger Grundwasser zur Verfügung und immer mehr Starkregenereignisse.

Früher sagte man ein Starkregenereignis kommt alle 100 Jahre vor und zwischenzeitlich sind wir so weit, dass Starkregenereignisse alle 2, 3 oder auch mal erst nach 5 Jahren, eintreten und teilweise große Schäden anrichten.

Da dieses Thema ja nicht neu ist hatte Bauconcept schon über Jahre begonnen sich Gedanken zu machen, wie wir unsere Bauvorhaben vor Extremwasserereignisse schützen können, um Überflutungen zu verhindern.

Das ist ein ganz entscheidender Punkt, dass solche Maßnahmen ergriffen werden, wobei jeder verantwortungsvolle Bauträger das bei seinen Planungen berücksichtigen sollte und nicht erst jetzt.

Dass Flüsse nicht mehr unbedingt begradigt werden müssen und dass es neben Flüssen Überflutungsflächen geben sollte, ist keine Erfindung von Bauconcept, aber auch keine Erfindung der Leute die sich die letzten 20, 30, 40 Jahre mit dem Thema auf Bundes- oder Landesebene beschäftigt haben, sondern dies sind gute Ideen unserer Vorfahren.

Früher hatten Flüsse Überschwemmungsflächen zur Verfügung, dass wenn es zwei-, dreimal im Jahr ein Starkregenereignis kommt, dann auch die Flüsse übers Ufer steigen konnten und in sogenannte Auen das Hochwasser reinlaufen konnte und dann ein nicht unwesentlicher Teil dort versickert wurde, dadurch entstanden fruchtbare Böden, die den Landwirten zugute kamen.

Wir alle können es aber auch im Kleinen tun. Da wir ja nicht den Politikern in Stuttgart und Berlin die Arbeit abnehmen können oder wollen, setzen wir bei Bauconcept dies seit vielen Jahren um, was jetzt die Politik plant zu tun:

Alle Pflasterflächen mit großen Fugen werden nicht mehr klassisch entwässert, sondern erhalten eine Neigung zu Grünflächen hin.

Wir haben extensiv und intensiv begrünte Dachflächen so gestaltet, dass es uns gelingt etwa 80 % des Nomalniederschlags dazu zu verwenden Pflanzen zu bewässern, das schont die Wasserreserve, d. h. das Trinkwasser der jeweiligen Gemeinde, da dann kein Trinkwasser verwendet werden muss um Gartenflächen zu bewässern.

Meist bauen wir sogenannte Staukanäle in denen das Niederschlagswasser, das bei einem Starkregen 12, bis max. 15 Minuten, lang kommt, gepuffert wird und dann erst langsam abgegeben wird in öffentliche Kanäle, da diese nicht überlastet werden dürfen. Besser natürlich in Trennsysteme von den Kommunen, dann ist das Ganze einfacher, da das Regenwasser getrennt dort hingeführt wird und in den Regenwasserkanal eingeleitet. Aber das ist auch ökologisch nicht wirklich das Richtige, da dann das Regenwasser auch über die Kläranlage abfließt und von dort in an einen sogenannten Vorfluter = Bach, es „im Meer landet“ und damit vergeudet ist.

Viel sinnvoller ist es dieses Wasser zu sammeln und für die Bewässerung der Bepflanzung zu nutzen. Deshalb haben wir auch bei größeren Bauvorhaben nicht nur einen Staukanal als Rückstaukanal um Wasser aufzufangen, sondern auch Sickerungsflächen und Rückhaltebecken, die das übrig gebliebene Wasser, das nicht für die Bepflanzung eingesetzt werden kann, dem Grundwasser zur Verfügung steht.

Es gibt sehr viel zu tun in diese Richtung, natürlich auch beim Hochwasserschutz, wobei beim Hochwasserschutz Rückhaltebecken, die auch Wasser versickern lassen, ihren Zweck erfüllen und eben nicht Trinkwasser brauchen um Pflanzen zu bewässern, sondern das Oberflächenwasser nutzen können. Dadurch verhindern wir auch Überflutungen durch Hochwasser zu einem hohen Prozentsatz.

Jeder kann in seinem Garten, auch wenn er noch so klein ist, Einiges tun für die Allgemeinheit und dann sollten wir alle das auch tun.

Der BUND und der NaBu bieten permanent Programme an, wo man solche Dinge lernen kann, entweder kostenlos oder durch geringfügige Gebühren, das sollten Sie nutzen. Wir haben an dem Programm UnternehmensNatur des NaBu teilgenommen in den letzten 2 Jahren, das hat uns viele neue gute Erkenntnisse gebracht.

Bleiben Sie gesund.

Gärtringen, den 15. Juni 2026

Bernd Geisel
Bauconcept Projektentwicklung GmbH 

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