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Iran-Krieg lässt Baukosten für Häuser steigen
Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 25. / 26. April 2026
Ich für meinen Teil hoffe nach wie vor, trotz des etwas „merkwürdigen Menschen“ in den USA, „der die Mütze auf hat“, der Iran-Krieg bald beendet wird, dass sich die Dinge wieder normalisieren was Lieferketten, Energiepreise, Düngerpreise etc. betrifft.
Ich bin nun schon ein paar Tage älter als die meisten Leser unserer Homepage, aber die Straße von Hormus war mir, außer für Öl- und Gastransporte, unbekannt.
Wir alle hatten uns wohl nicht vorstellen können, dass es einen weiteren Krieg gibt der unsere Wirtschaft durcheinanderbringt, Ölkonzerne reich macht, noch reicher mit Gewinnen um 15 Milliarden Euro pro Quartal und wir sind jetzt zusammen mit der europäischen Union nicht in der Lage eine Übergewinnsteuer zu verlangen, deshalb zahlt der deutsche Steuerzahlen, d. h. Sie und ich, 1,6 Milliarden Euro, um für 2 Monate den Spritpreis etwas niedriger zu machen.
Was an solchen Dingen auch nicht erfreulich ist, ist, dass die Materiallieferungskosten der großen Industriebetriebe nach oben gehen, beispielsweise Kunststoffprofile von Fenstern, Stahlprodukte, Beton, um nur ein paar wenige zu nennen, die Preise sind nach unserer Erfahrung eindeutig höher, als die Beträge die in beiliegendem Artikel angegeben sind.
Dass natürlich immer der Ruf gleich kommt nach Bürokratieabbau ist seit vielen Jahren unausweichlich.
Wir werden das Bauen nicht einfacher gemacht bekommen. Die Novellierung der Landesbauordnung in Württemberg, die alles viel leichter und freundlicher und besser und schneller machen sollte und kundenfreundlicher und sonst noch ein paar Vorteile bringen sollte, ist jetzt am 30. Juni 2026 zwei Jahre in Kraft. Genau das Gegenteil ist eingetreten, es wird alles formaler, die Haftung wird verschoben auf Leute die die Haftung überhaupt nicht übernehmen können wegen mangelnder Fachkenntnis usw.
Würde nur ein Teil der Bemühungen die Bürokratievorgaben zu reduzieren darauf verwendet worden eine Preiskontrolle einzuführen sobald große Rohstoffkonzerne die einzigen Anbieter sind, wäre das Bauen erheblich billiger. Solche Kontrollen werden wir in Zukunft machen müssen, um zu ermöglich, dass sich mehrere günstige Wettbewerber im Markt behaupten können.
Das hört sich etwas wie Planwirtschaft an, es ist aber in meinen Augen die Wiederherstellung des Kräftegleichgewichtes.
Wenn die großen Baustoffhersteller und Lieferanten keine wirkliche Konkurrenz mehr haben, ist der Wettbewerb außer Kraft gesetzt und wir alle zusammen zahlen erheblich mehr, wenn wir uns ein Haus bauen wollen oder eine Eigentumswohnung erwerben.
Das ist meine persönliche Meinung zu diesem Artikel, den ich sehr lesenswert finde.
Bleiben Sie gesund.
Gärtringen, den 25./26. April 2026
Bernd Geisel
Bauconcept Projektentwicklung GmbH

