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Einfaches Bauen nach dem Gebäudetyp E

Pressemitteilung des Bundesbauministeriums für Wohnen und Stadtentwicklung und Bauwesen vom 20. November 2025 

Jeder Bauinteressierte hat in den letzten 5, 6 – 7 Jahren immer Mal wieder davon gehört, dass es eine Gebäudetyp E geben soll, der günstiger zu bauen ist in dem die Normen und allgemein anerkannten Regeln der Technik teilweise nicht beim Bau zu berücksichtigen sind. 

Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat sich hier vor Jahren auch schon eingebracht und irgendwann vor ein oder zwei Jahren „entnervt“ aufgegeben, was in vollem Umfang nachvollziehbar ist. 

In den Nachrichten im öffentlich / rechtlichen Radio konnte dann mit Erscheinen dieser Pressemittelung vom 20. November 2025 wurde ergänzend berichtet, dass bis Ende 2026 die notwendigen Voraussetzungen geschaffen sein sollen, um den Gebäudetyp E in die Tat umsetzen zu können. 

Ich denke deshalb wir können davon ausgehen, dass frühestens irgendwann im Jahre 2027 es hier Regelungen gibt und auch Vertragsentwürfe in denen dann der Bauherr auf seine Rechte verzichtet bei elementaren Standards, wie z. B. Schallschutz. 

Schallschutz ist kein Komfortstandard meiner Meinung nach, sondern ein zwingendes Muss. 

Wenn eine Familie eine Doppelhaushälfte zusammen mit Bauconcept realisiert, sind dafür heute Beträge ganz grob zwischen € 650.000 und € 800.000 inklusive Grundstück je nach Größe der Doppelhaushälfte und der Lage von der Bauherrenfamilie aufzubringen.

Wenn wir den Schallschutz 25 bis 30 Jahre „zurückdrehen“ dann kann diese Doppelhaushälfte, ganz großzügig gerechnet, € 10.000 günstiger sein und die Bewohner jeder Doppelhaushälfte hören dann ihren Nachbarn sehr deutlich, wenn er die Treppe rauf- und runterläuft, wenn die Kinder Mal ohne Kopfhörer Musik hören, um nur Beispiele zu nennen, das will niemand wirklich haben, und ist auch nicht korrekt, und wünschenswert, dass dies möglich ist. 

Genau so wenig ist es sinnvoll bei Eigentumswohnungen die Trittschalldämmung und die Schalldämmung zur Nachbarwohnung auf das Niveau wie vor 30 – 40 Jahren zu bringen, da dann diese Eigentumswohnung schlicht und ergreifend nicht „störungsfrei“ bewohnt werden kann. 

Das sind keine verzichtbaren Standards, das ist bei den Preisen die wir zwischenzeitlich erreicht haben in unserer Region für Häuser und Wohnungen ein zwingendes Muss aus unserer Sicht. 

Ich bin der Meinung, dass uns hier etwas Vorgegaukelt wird, durch unsere Regierung dass, durch „Bürokratie befreit“ der Haustyp E und das serielles Bauen der Hausbau erheblich günstiger wird, so wie Frau Bundesbauministerin Hubertz zu Beginn ihrer Amtstätigkeit erzählte durch sogenanntes systemisches Bauen wären 40 % Baukosten einsparbar. 

Für Menschen die wissen wie Häuser gebaut werden, und wo die Kosten herkommen, war dies ein schlechter Scherz, den unsere Bundesbauministerin nun nicht mehr weiter erfolgt. Offensichtlich, weil sie sich zwischenzeitlich „schlau gemacht hat“!

Wir bei Bauconcept bauen typisierte Häuser in Massivbauweise seit 1996, das hat zu Kosteneinsparungen, die wir an unsere Kunden weitergeben geführt, diese liegen in einer Größenordnung zwischen 8 % und 11% und bei Weitem nicht bei 40 % wie von Frau Hubertz im Frühjahr 2025 „in den Raum gestellt“.

Sicher sind wir nicht die Einzigen in Deutschland die so etwas machen, sondern auch Kollegen die sich mit diesem Thema befassen, und diese werden zu den gleichen Ergebnissen kommen, dazu brauchen wir keine Bundesbauministerin die uns allen versucht zu erklären, was wir in den letzten 50 Jahren angeblich falsch gemacht haben. 

Wir bei Bauconcept haben hier einiges nicht optimal gemacht in den letzten 38 Jahren
– leider -, aber sicher nicht Häuser für unsere Kunden 30 % bis 40 % zu teuer gebaut.  

Bleiben Sie gesund. 

Gärtringen, den 25. November 2025 

Bernd Geisel
Bauconcept Projektentwicklung GmbH

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